Inklusion

Neben dem Unterricht an Förderschulen und präventiv-ambulanter Förderung an allgemeinen Schulen stellt die Inklusion die dritte Säule sonderpädagogischer Förderung in Hessen dar. Im inklusiven Unterricht werden Kinder und Jugendliche mit und ohne Anspruch auf sonderpädagogische Förderung an der allgemeinen Schule gefördert. Dabei arbeiten Regelschullehrkraft und Förderschullehrkraft im Team zusammen.

Wählen Eltern die inklusive Beschulung für ihr Kind, müssen die personellen, sächlichen und räumlichen Voraussetzungen gegeben sein. Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung können in der Grundschule und in der Sekundarstufe lernzielgleich (nach dem Lehrplan der allgemeinen Schule) oder lernzieldifferent (nach dem Lehrplan der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder den Richtlinien der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) unterrichtet werden. Keine Form der Beeinträchtigung oder Behinderung ist ausgeschlossen.

Differenzierte und individualisierte Lernangebote sind aufgrund der Heterogenität der Schüler ein zentrales Anliegen der inklusiven Beschulung. Sich gegenseitig in seiner Unterschiedlichkeit kennen zu lernen, sich zu unterstützen und als dazugehörig zu akzeptieren, ist die soziale Komponente der Inklusion.

Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung, die nach den Lehrplänen der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung unterrichtet werden, können den Abschluss der jeweiligen Schulform erwerben. Bei lernzielgleicher Unterrichtung, das heißt nach den Lehrplänen der allgemeinen Schule, erwerben die Schüler den Abschluss der allgemeinen Schule. Ein Nachteilsausgleich kann bei Prüfungen die individuelle Beeinträchtigung der Schüler berücksichtigen.