Das Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) der Odenberg-Schule

Allgemeine Informationen
Die Odenberg-Schule Gudensberg ist das regionale sonderpädagogische Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) für die Gemeinden Gudensberg, Fritzlar, Edermünde und Niedenstein. Alle Förderschullehrkräfte der Odenberg-Schule arbeiten als Beratungslehrkräfte an den Bezugsschulen zur Unterstützung bei Lern-, Sprach- und Verhaltensschwierigkeiten.
Wir beraten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern, unterstützen Lernprozesse im Klassenunterricht oder bieten individuelle Fördermaßnahmen einzeln oder in Kleingruppen an. Im Beratungsgespräch geht es darum, das Problem zu erkennen, Ursachen und Bedingungen zu reflektieren und Handlungsstrategien zu entwickeln. Neben einer engen Kooperation mit Klassenlehrkraft und Eltern werden außerschulische Unterstützungsangebote (Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Erziehungshilfestellen, Nachhilfe-Einrichtungen etc.) in Betracht gezogen. Ein Austausch der Beratungslehrkräfte der Odenberg-Schule findet in den regelmäßigen Teamsitzungen statt.
Die Beratung und Förderung durch das BFZ ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme und wird beendet, wenn die Schülerin bzw. der Schüler wieder erfolgreich mitarbeiten kann. Unsere Arbeit ist vorbeugend. Durch eine frühzeitige Hilfe sollen Lernbarrieren, die einer erfolgreichen Schullaufbahn im Weg stehen, vermieden oder beseitigt werden.
 
Das regionale sonderpädagogische Beratungs- und Förderzentrum betreut die folgenden Schulen:
  • Schule an den Türmen, Grundschule Fritzlar
  • Grundschule Gudensberg mit Eingangsstufe
  • Grundschule Niedenstein
  • Grundschule Besse
  • Grundschule Grifte
  • Grundschule Obermöllrich
  • Grundschule Obervorschütz mit Eingangsstufe
  • Grundschule Lohne/Züschen
  • Dr. Georg-August-Zinn-Schule Gudensberg, Gesamtschule
  • Anne-Frank-Schule Fritzlar, Haupt- und Realschule mit Förderstufe
  • König-Heinrich-Schule Fritzlar, Gymnasium
 
Typischer Ablauf einer Beratung (Abweichungen möglich):
  1. Gespräch der Beratungslehrkraft mit der Klassenlehrkraft
  2. Ausfüllen des Beratungsantrages durch Klassen- und Fachlehrkräfte
  3. Gespräch der Klassenlehrkraft mit den Eltern zwecks Einverständnis
  4. Hospitation der Beratungslehrkraft im Unterricht
  5. Einzelarbeit zur Ermittlung des Leistungsstandes und Diagnose
  6. Rückmeldung der Ergebnisse dieser Arbeit an Klassenlehrkraft und Eltern zwecks Absprache  der weiteren Vorgehensweise und Erstellung eines Förderplans 
Damit endet die Beratung. Im Anschluss an die Beratung ist eine auf drei Monate (12 Termine) befristete ambulante Förderung durch das BFZ möglich.
 
 
Typischer Ablauf einer ambulanten Förderung (Abweichungen möglich):
  1. Antrag auf ambulante Förderung durch die Beratungslehrkraft an die Schulleitung des BFZ
  2. Schulleitung des BFZ genehmigt die ambulante Förderung
  3. Regelschule wird schriftlich über die geplante Förderung informiert
  4. Kleingruppen von zwei oder drei Schülern werden über einen Zeitraum von drei Monaten von der Beratungslehrkraft an der Regelschule gefördert (ggf. Einzelförderung). Hierbei werden Grundlagen zur Steigerung der intellektuellen Leistungsfähigkeit (Wahrnehmung, Vorstellung, Konzentration, Ausdauer) sowie Arbeitstechniken gefördert. Die Förderung versteht sich nicht als Nachhilfe. Während dieser Zeit findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Beratungs-, Klassen- und Fachlehrkräften statt. Der Förderplan wird fortgeschrieben. Die Beratungslehrkraft führt Protokoll über die geleistete Arbeit.
  5. Nach Ablauf der Förderung wird in einem abschließenden Gespräch zwischen Beratungs-, Klassen- und Fachlehrkräften sowie Eltern der Entwicklungsfortschritt der einzelnen Schüler festgehalten. 

Damit endet die ambulante Förderung. Nun sollten die Fördermöglichkeiten der Regelschule ausreichen. Ist dies nicht der Fall, kann die Förderung ggf. um drei Monate verlängert werden. 

 
 
Feststellung des Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung
  
Ist erkennbar, dass die Fördermöglichkeiten der Regelschule und des BFZ langfristig nicht ausreichen werden, ist ggf. der Anspruch auf sonderpädagogische Förderung zu überprüfen. Die Information über dieses Verfahren ist ebenfalls Bestandteil der Arbeit der Beratungslehrkräfte.