Berufsorientierung an der Odenberg-Schule

 

Berufswahlpass: Vielen Jugendlichen gelingt der Übergang von der Schule ins Berufsleben nicht so einfach und glatt. Deswegen beginnen die Schüler an unserer Schule bereits ab der 7. Klasse mit ihrer Berufsorientierung. Der individuelle Weg wird von jedem Schüler im Berufswahlpass dokumentiert.

Kooperation mit der Jugendwerkstatt und der Arbeitsagentur: Externe Unterstützung erhalten wir vor allem von der Jugendwerkstatt in Felsberg, mit der wir seit vielen Jahren eng in vielen Projekten zusammenarbeiten. Für die Berufsausbildung kommt die Arbeitsagentur für die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen zu uns in die Odenberg-Schule. Mit Hilfe des Berufsberaters können nahezu alle Abgänger in eine Berufsausbildung oder in berufsvorbereitende Maßnahmen vermittelt werden.

             

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kompetenzfeststellung: In der Odenberg-Schule wird der hamet 2 durchgeführt. Es handelt sich hierbei um einen Test zur Überprüfung der beruflichen Basiskompetenzen (handwerklich-motorische Fertigkeiten, PC-Kompetenz), der Lernfähigkeiten sowie der Erfassung berufsbezogener Sozialkompetenzen. 

Praxiswerkstätten: Im 7./8. Schulbesuchsjahr nehmen die Schüler an der berufsorientierenden Praxis (BoP) in der Jugendwerkstatt Felsberg teil. Hier erhalten sie praktische Einblicke in drei verschiedenen Berufe, um Neigungen, Talente und Stärken zu erkennen. Berufs- und Lebensziele werden näher formuliert und Wege geplant.

Praxisklasse: Seit über 10 Jahren werden an der Odenberg-Schule verschiedene berufsorientierende Fördermaßnahmen angeboten, die gegenüber den Regelklassen eine veränderte Form des Lehrens und Lernens anbieten. Häufig durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, haben unsere Acht-, Neunt- und Zehntklässler die Möglichkeit, zwei Jahre lang an einem Schulunterricht mit sehr hohem Praxisanteil teilzunehmen.  

      

In den Praxisklassen findet an drei Tagen pro Woche ein regulärer Schulunterricht statt. An den anderen beiden Wochentagen arbeiten und lernen die Schüler an einem Praxislernort. Pro Schuljahr finden in der Regel drei Praktika statt, denen eine ca. einmonatige Einführungs- und Kennenlernphase voran geht. Die Schüler werden auch in den Praktika von Lehrkräften betreut. Die Praxistage werden im Unterricht vor- und nachbereitet. Es gibt darüber hinaus verschiedene Praxisaufgaben (Tagesberichte, Erkundungsaufgaben, produktive Aufgaben, Fotodokumentation) für die Schüler.

Fördermodul Berufs-und Betriebserkundung: Die Berufs- und Betriebserkundung machen unsere Schüler oft in der Orientierungsphase ihrer Praxisklasse (Betrieberallye). Dabei werden die Schüler in Gruppen eingeteilt und gehen durch einen Ort oder einen Ortsteil, wobei sie unterschiedliche Fragen in unterschiedlichen Betrieben stellen. Ziel einer Berufserkundung ist es, wissenswertes über den Betrieb und den Ausbildungsberuf zu erfahren und Einblicke in Betriebe und Arbeitswelten zu bekommen. Das Ansprechen fremder Personen sowie die Zusammenarbeit im Team wird durch die Berufs- und Betriebserkundung gefördert. Die Erkundungsergebnisse werden anderen Mitschülern und den Lehrkräften anschließend präsentiert.  

 

Fördermodul Erlebnispädagogik: Gerade in der Einführungs- und Kennenlernphase ist es für die Findung der Gruppe sehr wichtig, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln und die soziale Integration zu fördern. Erlebnispädagogische Projekte helfen dabei, Schlüsselqualifikationen wie das Selbstbewusstsein, die Wagnisbereitschaft und  soziale Kompetenzen der Schüler zu fördern, sowie ein Teamgefühl zu entwickeln. Ein breites Spektrum an Natursportarten wie Kanufahren, Outdoorklettern und Radfahren, bieten dabei eine Vielzahl an Erlebnismöglichkeiten.

 

Fördermodul Mobilitätstraining: Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche sind keine Phänomene der heutigen Zeit. Jedoch stellt sich die Lehrstellensuche heute, gerade für benachteiligte Jugendliche, oft in räumlich anderen Dimensionen dar. Die insgesamt durch Lehrstellenbetriebe geforderte, wachsende Anforderungen an Mobilität, die den Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsbetrieben und weiterführenden Schulen gegenübersteht, macht es uns zur Aufgabe, unsere Schüler in ihrer Mobilitätsmotivation zu fördern.
Ziel ist es, den Jugendlichen die Angst vor großen Städten zu nehmen und sie in der Orientierung in fremder Umgebung zu fördern. Dabei erlernen sie vor dem Mobilitätstraining, den Umgang mit elektronischen Wegbeschreibungen sowie Stadtplänen. Auch wird im Vorfeld zusammen mit Lehrkräften die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs besprochen. Das Mobilitätstraining wurde in der Vergangenheit häufig in Kassel durchgeführt. Neben der Orientierung anhand von Stadtplänen wird ein Fragenkatalog zu bestimmten Betrieben und Einrichtungen abgearbeitet, indem die Schülergruppen zu dritt diese in verschiedenen Stadtgebieten aufsuchen.

 

Vertiefte Berufsorientung (VBO): Für einzelne Klassen oder Schülergruppen können Angebote zur vertieften Berufsorientierung gemacht werden. Hierbei geht es zum einen um einen intensiveren Einblick in verschiedene Berufsfelder durch die Arbeit in Probierwerkstätten (u.a. Elektro, Hauswirtschaft, Holz, Floristik, Metall, Kosmetik, Maler), in denen berufsfeldbezogene Produkte erstellt werden. Zum anderen sollen Schlüsselqualifikationen und Persönlichkeitskompetenzen mit Hilfe von erlebnispädagogischen Angeboten gestärkt werden.

 

Auslandpraktikum: In den Schuljahren 2011/2012 und 2012/2013 konnte einzelnen Schülern durch das IdA-Projekt ein Auslandpraktikum ermöglicht werden. Dabei wurden die Schüler mit der Jugendwerkstatt darauf vorbereitet, jeweils in den Sommerferien ein vierwöchiges Praktikum in Polen oder Frankreich durchzuführen. Finanziert wurde dieses Projekt durch den Europäischen Sozialfonds in Verbindung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Leider ist dieses Projekt nicht mehr im Programm.